Seit mehr als zehn Jahren forsche ich zum künstlerischen Werk der amerikanischen Filmemacher Quay Brothers. Die Quay Brothers betreiben in ihrem filmischen Schaffen einen Dialog mit der europäischen, insbesondere osteuropäischen Kultur- und Geistesgeschichte von der Wunderkammer des Habsburger Kaisers Rudolf II. bis zu den Erzählungen von Stanislaw Lem.

Das im besten Sinne multimedial zu nennende Werk verbindet Zeichnung, Kalligraphie, Animation, Realfilm, Tanz und Musik miteinander. In allen Projekten sind Figuren, Interieur, Dekor, Beleuchtung, Bildkomposition, Musik und Choreografie mit großer Aufmerksamkeit für das Detail und handwerklicher Perfektion aufeinander abgestimmt, und die Quays übernehmen sämtliche Aufgaben selbst. Ihre zumeist wortlosen Filme überzeugen in hohem Maße als meisterhaft choreografierte Synthese von Musik und Bild.

Die Herausforderung für die Forschung darin, diesen umfangreichen Dialog mit der Geschichte nachzubilden, seine Kontexte aufzuzeigen und die Vernetzung innerhalb des Werks darzustellen.
Daraus ergeben sich die hier aufgeführten Untersuchungsfelder

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